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Ein Forsthof mit eigenem Biergarten in Nunkirchen

Es begann mit dem Verkauf von Brennholz und Weihnachtsbäumen. Mittlerweile aber hat sich der Forsthof Nunkirchen auf Schweinefleisch aus artgerechter Haltung, Eier von glücklichen Hühner und eine eigene Bäckerei spezialisiert. Jetzt kommt noch ein Biergarten dazu.

Am kommenden Freitag, 17. Juli, eröffnet der Forsthof Nunkirchen seinen neuen Biergarten und verwöhnt ab dann dort die Gäste mit leckeren Speisen und Getränken. Dieser Biergarten ist aber nur eines von zahlreichen Projekten, die Betreiberin Lisa Faas und ihr Lebenspartner hier in den vergangenen 15 Jahren realisiert haben. Begonnen wurde zunächst mit dem Verkauf von Brennholz, einem Geschäftszweig, den die beiden 2017 auslaufen ließen, um sich ganz ihrem neuen Konzept widmen zu können. Im Angesicht von Massentierhaltung und Schlachtung am Fließband beschloss das engagierte Paar, sein Fleisch selbst zu produzieren oder Vegetarier zu werden. „Da wir aber beide gerne Fleisch essen“, erzählt Lisa Faas, „schafften wir zwei Schweine an, die nach einem guten, artgerechten Leben den Weg in die häuslichen Kochtöpfe antraten.“ Das blieb in der Umgebung nicht unbemerkt und es kamen Fragen nach Fleisch – zunächst nur aus der Nachbarschaft. Später sprach sich die gute Qualität des Forsthof-Fleisches herum, und in der Folge wurden mehr Schweine angeschafft und in immer kürzeren Zeitabständen geschlachtet.

Ein kleiner Hofladen öffnete samstags für drei Stunden seine Tür, aber das reichte bald nicht mehr aus, und es wurde auch freitags verkauft. Die Ferkel stammen aus artgerechter Züchtung, sind gesund und dreimal so teuer wie Tiere aus industriell geführten Zuchtanstalten. Wenn sie groß genug sind, werden sie in Gruppen von zwölf bis 15 Tieren im Freien gehalten. Sie haben Unterstände, die sie vor Wind und Wetter schützen, und Matschkuhlen, wo sie sich nach Herzenslust suhlen können.

Geschlachtet wird in Siersburg, aber die Weiterverarbeitung findet komplett in Nunkirchen statt. Für die Wurstküche gibt es alte, bewährte Rezepte – keine fertigen Würz- oder Färbemittel. Ähnliches gilt für die hofeigene Bäckerei. Anfangs wurde nur eine Brotsorte gebacken, mittlerweile sind es mehrere Sorten plus Baguette, Brötchen und saisonale Kuchen. Auch hier werden keine Backmischungen verwendet, keine chemischen Zusätze, und für den speziellen Geschmack wird auch reines Dinkel- oder Roggenbrot vorgehalten. Hähnchen, die in geräumigen Ställen herumlaufen, und Eier von glücklichen Freilandhühnern ergänzen das Angebot. Ab und zu gibt es auch Gemüse und Salat aus dem eigenen Garten.

Vor eineinhalb Jahren wurde auf dem Forsthof-Gelände am Ortsrand von Nunkirchen ein neuer, geräumiger Laden gebaut, der innen ein wenig aussieht wie ein mittelalterlicher Marktplatz. Hier werden auch Produkte anderer Händler offeriert: Kartoffeln und Honig aus der Nachbarschaft, hausgemachte Konfitüre aus Reimsbach, Feinkostartikel und ausgefallene Gewürzmischungen, Nudeln, Hanf- und Olivenöl, Biowein von der Mosel sowie Kräutertee und Salz aus Griechenland. Außer den griechischen Spezialitäten sind alle angebotenen Waren „Ebbes von hei“, denn der Forsthof ist Mitglied dieser Initiative, die sich heimische Produkte und Direktvermarktung auf ihre Fahne geschrieben hat.

Der Hofladen ist freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Der Biergarten erwartet seine Gäste freitags von 16 und 22 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 22 Uhr – wenn es mindestens 15 Grad warm ist und nicht regnet.

Alle Teile der Serie im Internet:
www.saarbruecker-zeitung.de/feines-aus-der-region/

Quelle: 14. Juli 2020, Saarbrücker Zeitung, Ute Keil
Foto: Werner Krewer

 


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Kontakt

Regionalinitiative Ebbes von Hei! e. V.
Ralf Becker, Vorsitzender

Geschäftsstelle
Bahnhofstraße 19, 54497 Morbach

Telefon: 0 65 33 / 711-14
E-Mail: ralf.becker@ebbes-von-hei.de

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