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Obst ist seine Leidenschaft und Profession

Tünsdorf. Josef Jacoby aus Tünsdorf gilt als Experte für Kern- und Steinobst-Anbau – und weiß seine Früchte schmackhaft zu verarbeiten.

Sie verläuft über Trier über den Saargau bis nach Merzig und weiter nach Wallerfangen: die Viezstraße. Gemeinsam mit dem Apfelwein ist sie fest in unserer Region verankert, jährlich feiern die Merziger ihm zu Ehren das Viezfest. Fest mit der Region ist auch Josef Jacoby aus Tünsdorf verankert. Denn sein Obstbaubetrieb und seine Baumschule liegen nicht nur direkt an der Viezstraße, er beliefert mit seinen Äpfeln unter anderem auch die Süßmosterei in Merzig und stellt seinen eigenen Viez her.

Wie es dazu kam? Die Wurzeln dazu liegen in Jacobys Kindheit: „Meine Familie waren Obstbauer aus Perl, und ich habe immer bei der Ernte mitgeholfen“, sagt Jacoby, der zunächst auf Diplom Ingenieurswesen studierte. Schon während seines Studiums habe er gerne Mirabellen angepflanzt und Produkte selbst hergestellt.

Da traf es sich gut, dass die Süßmosterei in Merzig 1988 auf der Suche nach einem Vertragsanbauer war. Jacoby, frisch fertig mit seinem Studium, meldete sich und bekam die Stelle. Und so machte er sein Hobby schließlich zum Beruf. Die Süßmosterei verpachtete ihm das Grundstück, wo er heute noch seinen Betrieb hat, den er 1989 gründete. Anfangs baute er hauptsächlich Äpfel an und tut das noch auf 60 Prozent seiner Fläche. Doch sein Betrieb entwickelte sich mit den Jahren weiter: Mittlerweile nehmen 20 Prozent Mirabellen ein, knapp 15 Prozent Zwetschgen, die restlichen Prozente verteilen sich auf Birnen und Kirschen. „Insgesamt bewirtschafte ich 42 Hektar“, erzählt der Tünsdorfer, viele seiner Obstbäume stehen im Moseltal oder auf dem Saargau. „Durch den Muschelkalkboden erhalten die Früchte ein tolles Aroma“, sagt Jacoby, der die geologischen und geografischen Vorteile der Region gerne nutzt.

Spezialisiert hat sich der Obstbauer auf Bio-Obstbäume und die robusten, alten Apfelsorten wie Kaiser Wilhelm, Goldparmäne und Boskop. „Die sind resistent und weniger anfällig für Krankheiten“, weiß Jacoby, denn er legt keinen Wert auf Insektizide oder Herbizide. „Ich setze auf den Bio-Anbau. Der bedeutet zwar mehr Pflege und Handarbeit, ist auch teurer, aber natürlicher“, sagt er. Sein Erntegut liefert er als Tafel- und Industrieobst und bietet die Früchte zudem zur Herstellung von Destillaten ausgesuchten Obstbaubetrieben, speziell Mirabellen, Williams und Äpfel, an.

Neben dem Obstbaubetrieb hat Josef Jacoby auch eine Baumschule für Biobäume. „Mit der produzieren wir über 40 000 Bäume im Jahr“, berichtet Jacoby, der viel Zeit in die Aufzucht der Wildlinge investiert und seine Bäume europaweit verkauft. So ist es nicht verwunderlich, dass er als Spezialist für Stein- und Kernobstbäume gilt, zusätzlich bietet er noch eine Beratung zu den Bäumen an. „Wir betreuen den Kunden von der Pflanze bis zur Frucht“, sagt Jacoby, seien es Fragen zum Anbau, zur Sorte, zur Anlage von ökologischen Streuobstwiesen, Schulprojekten oder der Vermarktung.

Die hat Jacoby ebenfalls für sich entdeckt und stellt seine eigenen Produkte her. „Die Kunden legen Wert darauf, dass die Produkte aus der Region kommen“, berichtet er. Früher habe es dafür keinen Markt gegeben, heute sei er da. „Ich bemerke auch bei größeren Ketten das Interesse für regionale Produkte“, sagt der Obstbauer. So fing er vor 20 Jahren mit dem Apfelessig an, der aus vollreifen Äpfeln hergestellt wird, dazu gesellte sich wenig später der Balsamico-Apfelessig. Bei den Touristen beliebt ist sein Saarlandwasser, ein Apfel-Birnen-Secco mit der Saarschleife als Logo. Auch offen für Neues ist der leidenschaftliche Produzent und so hat er neben seinem herkömmlichen Viez den „Red Viez“ im Angebot: „Der ist rot, weil ein bisschen Holundersirup drin ist“, sagt Jacoby, der noch eine weitere Veränderung bei den Konsumenten bemerkt: „Der Viez war früher fast nur herb, heute neigen die Leute mehr zu fruchtigen Getränken mit weniger Alkohol. Das Trinkverhalten hat sich geändert.“

Der Obstbau-Betrieb und die Baumschule Jacoby liegen in der Franz-Altmeyer-Straße 27 ins Tünsdorf. Weitere Infos unter Tel. (0 68 68) 13 43 und im Internet unter:

www.obst-jacoby.de

Alle Teile der Serie, die bisher erschienen sind, finden sich zum Nachlesen im Internet:

www.saarbruecker-zeitung.de/sz-serien/feines-aus-der-region/

Quelle: 04. August 2020, Saarbrücker Zeitung, Tina Leistenschneider
Foto: Tina Leistenschneider


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