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Rosport setzt auf Laura, Belana und Annabelle

Morscholz. Sie gehört zu einem guten Essen einfach dazu – die Kartoffel. Landwirtschaftsmeister Frank Roßport aus Morscholz hat sich auf festkochende Sorten spezialisiert.

Geht es nach Frank Roßport aus Morscholz, sollten Annabelle, Belana, Laura, Allians oder Antonia in den Küchen unserer Region Einzug halten. Bei den Namen handelt es sich aber keinesfalls um Küchenhilfen – sondern um Kartoffelsorten. Der Landwirtschaftsmeister Roßport hat sich auf dem Margaretenhof, am östlichen Ortsrand von Morscholz Richtung Wedern gelegen, dem Ackerbau verschrieben. Er ist Landwirt in der dritten Generation, nachdem seine Eltern den Margaretenhof 1980 als Aussiedlerhof aufgebaut haben – überwiegend mit Schweinezucht. Seit 1995 ist Roßport für den Betrieb verantwortlich und hat ihn vor 13 Jahren für den Anbau von Mais, Getreide und vor allem Kartoffeln auf einer Fläche von fünfeinhalb bis sechs Hektar umgestellt.

Auf seinem Hof arbeiten ein weiterer Landwirt sowie einige Erntehelfer. „Die von mir angebauten Sorten gehören zu den bekanntesten von etwa 210 in Deutschland zugelassenen Kartoffelarten und lassen sich auf unserem heimischen Boden gut anbauen“, sagt er. „Aber auch der Ertrag pro Hektar Kartoffelanbau ist wirtschaftlich lukrativer als der Anbau von Getreide“, begründet der 48-Jährige, warum er den Betrieb umgestellt hat.

Wichtig sei für ihn die Einhaltung der Fruchtfolge, die alle vier Jahre nach Getreide und Mais für die Kartoffel gilt. Bevor die Kartoffeln in die Erde kommen, wird eine Zwischenfrucht gepflanzt – etwa Ölrettich. Sie wird nicht geerntet, sondern als Gründüngung in den Boden untergepflügt und dient als Dünger für die Kartoffel. Für seinen Kartoffelanbau hat Roßport das QS-Prüfzeichen beantragt. Es steht für ein hohes Maß an Sicherheit für Fleisch und Wurstwaren, Obst, Gemüse und Kartoffeln. Mit der Abbildung des blauen Zeichens wird die sichere und frische Produktion der die Lebensmittel gezeigt – vom Landwirt bis zur Ladentheke.

Nicht nur dem Kartoffelanbau widmet sich Roßport: Auf dem Margaretenhof hält er einige Limousin-Mutterkühe – im Sommer auf der Weide, im Winter im Laufstall. Die Tiere erhalten nur eigenes Futter. Hühner sind auch angeschafft worden, deren Eier dienen vorerst nur dem Eigenbedarf.

Die Kategorien an Kartoffeln, die Roßport anbaut, sind festkochend, vorwiegend festkochend und mehlig. Der Morscholzer Landwirt bevorzugt die festkochenden Allians, Belana und Antonia, wie er verrät. Laura ist vorwiegend festkochend, Annabelle zählt zu den festkochenden und frühen Kartoffeln. Im März wird sie gepflanzt, dementsprechend früh kann sie im Sommer geerntet werden. Die anderen Sorten sind erst im Herbst reif für die Ernte. „Die festkochenden und vorwiegend festkochenden Kartoffeln eignen sich bestens für Salz- oder Bratkartoffeln, werden auch von rund 90 Prozent der Kunden bevorzugt, derweil mehlige Kartoffeln eher auseinanderfallen und mehr für Speisen wie Püree oder Gromberkischelcher geeignet sind“, nennt der Landwirtschaftsmeister die Kocheigenschaften seiner Produkte, die aber auch alle einen guten Geschmack haben und von ihm ganzjährig zum Kauf angeboten werden können.

Dies ist ein weiterer Grund, warum sich Roßport neben der Qualitätssicherung auch der Initiative „Ebbes von hei“ angeschlossen hat. „Beim regional angebauten und verkauften Lebensmittel weiß der Kunde, welcher Erzeuger dahinter steht, und das ist gut fürs Geschäft“, ist er sich sicher.

Voraussetzung für den ganzjährigen Verkauf ist das vom ihm vor zwei Jahren erbaute Kühllager. Für die dort in Kisten gelagerten Kartoffeln ist eine Nacherntebehandlung mit Keim-Hemmungsmitteln nicht erforderlich. Nach Bedarf werden sie je nach Größe und Umfang sortiert, verpackt und zum Verkauf gebracht.

Mehrere regionale Metzgereien, Bäckereien sowie Getränke- und Rewe-Märkte haben die Kartoffeln vom Morscholzer Margaretenhof im Angebotssortiment. Verkauft werden sie aber auch im eigenen Verkaufsraum, der an Werktagen von sieben bis 20 Uhr geöffnet hat.

Alle Teile der Serie, die bisher erschienen sind, finden sich zum Nachlesen im Internet:
www.saarbruecker-zeitung.de/feines-aus-der-region/

Quelle: 14. August 2020, Saarbrücker Zeitung, Erich Brückner
Foto: Erich Brückner

 


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Kontakt

Regionalinitiative Ebbes von Hei! e. V.
Ralf Becker, Vorsitzender

Geschäftsstelle
Bahnhofstraße 19, 54497 Morbach

Telefon: 0 65 33 / 711-14
E-Mail: ralf.becker@ebbes-von-hei.de

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